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Zuchtpferde

Der Mustang von Ford ist ein Klassiker. Traditionell kommt für seine Fans nur der 5.0 Liter V8 in Frage.Als Alternative offerieren die Amis einen 2.3 Liter Vierzylinder. Wem der zu schwachbrüstig erscheint, für den bietet CBC Performance in Andernach mehr Leistung, mehr Sound und eine brachiale Optik an.

Einen Mustang fährt man nicht, einen Mustang reitet man. Klingt etwas verschroben, aber irgendwie trifft es auf das amerikanische Urgestein zu.

Zur Wahl stehen aktuell zwei Motorisierungen: der 5-Liter V8 mit 310 kW/421 PS und ein 2.3-Liter Turbo-Vierylinder mit 213 kW/314 PS und dem Zusatz "EcoBoost". Preislich ist der Ford ein echtes Schnäppchen, für den V8 verlangen die Kölner 46.000 €, der Halbe 8er steht mit 39.000 € in der Preisliste. Unser V8 wurde freundlicherweise vom Autohaus Flebbe GmbH in Frankfurt zur Verfügung gestellt.

Wer sich für den sparsameren EcoBoost entschieden hat und mit den doch manierlichen Fahrleistungen (0-100 km/h in 5,8 Sekunden, Vmax 233 km/h) hadert, für den bietet das Team von CBC Performance um Florian Cunico in Andernach einen deutlichen Leistungs- und Drehmomentschub an, der den 2,3-Liter auf Augenhöhe zum V8 katapultiert. Dank Umbau mit HG Motorsport Ladeluftkühler, Mishimoto Air Intake, Ladedruck Verrohrung und Kühlwasserbehälter, HG Motorsport EWG Downpipe, EGO-X Klappenabgasanlage ab Kat inkl. EWG Genehmigung und SMP Leistungssteigerung auf dem Serien Steuergerät stehen schließlich 287 kW, sprich 390 Pferdestärken im CBC-Mustang an. Das maximale Drehmoment legte von 440 Nm auf respektable 570 NM zu (der V8 verfügt "nur" über 529 Nm).

Im direkten Vergleich läßt der leichtere 4-Zylinder den V8 beim Beschleunigen hinter sich: die 100er Marke knackt er handgeschaltet in 4,4 Sekunden, der 5-Liter benötigt 4,8 Sekunden. In der Vmax treffen sich die beiden dann wieder bei mehr als ausreichenden 250 km/h.

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Soviel Leistung verlangt auch Nahrung? Denkste! Beide verbrauchen nicht übermäßig viel im Verhältnis zur dargebotenen Leistung und dem serienmäßigen Fahrvergnügen. Der 5-Liter genehmigt sich durchschnittlich 12,5 Liter Super auf 100 km, dem aufgemachte EcoBoost genügen 2 Liter weniger. Da kann sich im Grunde genommen niemand beschweren.

Was wäre ein Mustang ohne Sound? Langweilig, was auf den serienmäßigen 4-Zylinder zutrifft. Der V8 dagegen brabbelt herrlich, so wie man es von einem hochvolumigen Ami erwartet, doch der Dank Klappenabgasanlage aufgepushte CBC steht ihm akustisch in nichts nach. Klappen auf und aus den Endrohren rotzt esraus was das Zeug hält. Natürlich nicht so dumpf wie der V8, dafür 4-Zylinder untypisch kernig und... laut! Bei ihm kann man den Leistungszuwachs regelrecht hören.

Fahrleistungen und Antrieb sind abgehakt, widmen wir uns nun noch kurz dem Optischen. Vom Design her ist der Ami eine echte Augenweide. Aus jedem Blickwinkel wirkt er sauber gezeichnet, mit klaren Linien und respekteinflößender Front. Wer nun denkt, da gibt es nichts dran zu verbessern, hat die Rechnung ohne die CBC-Truppe gemacht. Als Spezialisten auf dem Gebiet des Wassertransferdruck bekamen folgende Teile ihre individuelle Veredelung: Serienschweller, Front Splitter und Ducktail, die Spielkappen (Erlkönig rot) und unter der Haube Motorabdeckung, Sicherungskasten- und Kühlerabdeckung in matter Carbon Optik. Desweiteren, wenn auch nur marginal, fanden doch Umbauten statt, die den Mustang gleich um einiges bulliger wirken lassen: von Abbes stammen Frontansatz inkl. Splitter, Lufteinlässe in der Motorhaube, der Heckdiffusor und das Ducktail als eleganten Abschluß auf dem Kofferraumdeckel. Mit Hilfe des ST Suspension ST XTA Gewindefahrwerks, mit einstellbarer Zugstufe und Uniball Stützlager auf der Vorderachse kauert der Mustang nun über dem Asphalt. Die Elegance Wheels in 9x20 mit 255/30er Reifen vorne und 10,5x20 Zoll mit 285/20er hinten runden das Ganze noch ab. Der Schlitten scheint nun auf der Fahrbahn zu kleben...

Fazit: Der Serien-Mustang ist der perfekte Cruiser, auch wenn ihn sein straffes Sportfahrwerk und Brembo-Bremsen zu mehr als nur einem Grand Turismo-Status verhelfen, denn Ford und das KBA stufen ihn sogar als Sportwagen ein. Mit dem Umbau von CBC (Preise auf Anfrage unter www.cbc-performance.com) wendet sich das Blatt, aus einem kastriert wirkenden Hengst wurde genau das, wonach er letztendlich ausschaut. Ein leicht zu bändigendes Wildpferd mit Rennpferd-Ambitionen. Kurzum, der echte Sportler kommt aus Andernach, der coole GT aus Köln. Doch beide haben die gleichen Gene und jeder bietet seinem Fahrer genau das Vergnügen, das er erwartet.

 

Bericht/Fotos: Guido Strauss

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