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"PingPong" - Eine kleine Erfolgsgeschichte aus Niederzissen beim 24h-Rennen in Spa

Mit einem 2007er Citröen C1 auf dem Weg Richtung Ziel.

 

Fahrspaß vor Gesamtsieg. Getreu diesem Motto stellten die beiden begnadeten Rennmechaniker Christoph Sattler und Michael Lechner in diesem Jahr einen Rennwagen der ganz besonderen Sorte auf die vier 155er Räder. Innerhalb von nur einer Woche bauten die beiden für das Team USA einen 2007er Citröen C1 zur Teilnahme im C1 UK Cup auf und organisierten alles für das traditionelle 24-Stunden-Rennen am 6. und 7. Oktober auf der legendären belgischen Rennstrecke.

Unter der ausladenden Haube des Boliden werkelte ein 1.000 ccm 3-Zylinder mit offiziell brachialen 50 kW/68 PS, dem die Hochoktanschrauber aus Niederzissen insgeheim noch ein paar Pferdchen mehr entlocken konnten. Ansonsten blieb fast alles im Originalzustand, mit Ausnahme der für den Cup zugelassenen Teile, Käfig, Schalensitz etc., sogar das Lenkrad beließ man auf der linken Seite. Alleine damit galt der Wagen des euphorischen Teams schon als Exot. Hinzu stach die Knutschkugel durch ihre wunderschön auffällige und traditionelle Niederzissener Rennsportsonderfarbe "Quittengelb light matt metallic mit diversen Kratzer und Beulen" aus dem Teilnehmerfeld hervor.

Die ersten Testläufe auf der Nordschleife des Nürburgrings verliefen ohne Probleme und da man nicht gerade langsam unterwegs war, gab das eine gewisse Zuversicht, auch in Spa gut abzuschneiden. Nicht gerade langsam war in diesem Fall relativ. Ein im Kiesbett geparkter 911 GT2 RS sowie die Nordschleifen-Kehrmaschine konnten mit dem vollgepowerten Franzosen kaum Schritt halten.

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Das Rennwochenende verlief dagegen zu Beginn nicht wie geplant. Auf Grund einiger Missverständnisse bei der technischen Abnahme - der Langenscheidt "Deutsch - Belgisch/Belgisch - Deutsch" stand zuhause in der Sattlerschen Familienbibliothek - mußte man zähneknirschend mit dem 122sten, also dem letzten Startplatz vorlieb nehmen.

Doch das war für die Fahrer Jon Meyer, Joel Karns, Amy Dilks, Richard Fults und den einzigen Briten Richard Mills, einem Aston Martin Ingenieur, der mit solchen Geschossen wie dem C1 natürlich leichtes Spiel hatte, ein Grund aber kein Hindernis. Wurde halt das Teammotto um "rollen wir das Feld von hinten auf" ergänzt.

Dank der hervorragenden Vorarbeiten von Christoph und Michael und den fahrerischen Künsten der sich abwechselnden Piloten vergingen die 24 Stunden ohne nennenswerte Zwischenfälle oder technische Probleme wie im Flug. Der technisch ausgefeilte Citröen C1 "PingPong" pflügte durch das Feld und landete beim Zieleinlauf nach genau 24:02:38.439 Stunden und 322 Runden auf einem beachtlichen 50sten Gesamtrang. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 93,79 km/h lag man nur knapp unter dem von Sebastian Vettel in diesem Jahr im Ferrari gefahrenen Streckenrekord von 248,415 km/h. Bedenkt man, dass die vor "PingPong" platzierten Fahrzeuge alle unter dem holländischen Klassement CV2 und C1, das in Sachen Modifikationen deutlich mehr erlaubt, fuhren, wertete man teamintern das ganze wie einen Sieg.

Fazit: Das Team hat alles richtig gemacht, der Wagen war eine Ausgeburt an Zuverlässigkeit und kann somit für sich auf die Fahnen schreiben, dass er, "PingPong" das erste Auto aus Niederzissen seit 2008 war, das ein 24h-Rennen ohne Probleme absolviert hat. Respekt!

pingpong

Bericht: Guido Strauss - Fotos: Christoph "The Master" Sattler/privat

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